Warum die Allergenkennzeichnung Pflicht ist
Seit dem 13. Dezember 2014 verpflichtet die europäische LMIV-Verordnung (Nr. 1169/2011) alle Gastronomiebetriebe dazu, ihre Gäste über das Vorhandensein der 14 wichtigsten Allergene in ihren Speisen zu informieren. Diese Pflicht gilt für alle Restaurants, Brasserien, Cafés, Food Trucks und Catering-Betriebe in der gesamten Europäischen Union.
Bei Nichteinhaltung drohen Bußgelder und im Fall einer schwerwiegenden allergischen Reaktion erhebliche rechtliche Konsequenzen. Über den gesetzlichen Aspekt hinaus ist die klare Darstellung von Allergenen vor allem eine Frage der Sicherheit und des Vertrauens deiner Gäste.
Die 14 wichtigsten Allergene, die angegeben werden müssen
Hier ist die vollständige Liste der deklarationspflichtigen Allergene:
- Gluten (Weizen, Roggen, Gerste, Hafer…)
- Krebstiere (Garnelen, Hummer, Krabbe…)
- Eier
- Fisch
- Erdnüsse
- Soja
- Milch (und Milchprodukte, einschließlich Laktose)
- Schalenfrüchte (Mandeln, Haselnüsse, Walnüsse, Cashews, Pekannüsse, Pistazien…)
- Sellerie
- Senf
- Sesamsamen
- Schwefeldioxid und Sulfite (in Weinen, Wurstwaren…)
- Lupinen
- Weichtiere (Muscheln, Austern, Tintenfisch…)
Wie werden Allergene angegeben: erlaubte Optionen
1. In der Speisekarte (Papier oder digital)
Die klarste und kundenfreundlichste Methode. Jedes Gericht wird mit den enthaltenen Allergenen in Form von Piktogrammen, Buchstaben oder Text angegeben. Dies ist die von den Lebensmittelbehörden in ganz Europa empfohlene Option.
2. In einem separaten Dokument
Eine Allergentabelle oder ein Merkblatt, das auf Anfrage erhältlich ist. Weniger praktisch für den Gast, aber rechtlich zulässig, sofern der Hinweis „Allergene auf Anfrage erhältlich" auf der Karte gut sichtbar ist.
3. Mündlich
Theoretisch möglich, in der Praxis jedoch sehr riskant, da schwer nachweisbar im Streitfall. Für keinen Betrieb mit nennenswertem Gästeaufkommen empfohlen.
Allergene in deinem digitalen Menü anzeigen
Modern Resto integriert nativ das Allergenmanagement. Für jedes Gericht auf deiner Karte kannst du die enthaltenen Allergene mit einem Klick auswählen. Sie werden dann automatisch in deinem digitalen Menü mit klaren, für alle Gäste verständlichen Piktogrammen angezeigt — auch für internationale Touristen.
Die Allergenbezeichnungen passen sich automatisch an die Anzeigesprache des Menüs an (Französisch, Englisch, Spanisch, Deutsch), was besonders für Restaurants mit internationalem Publikum von Vorteil ist.
Praktische Tipps für Gastronomen
- Schule dein Team — alle Mitarbeiter müssen in der Lage sein, Fragen zu Allergenen zu beantworten, auch in Abwesenheit des Küchenchefs.
- Aktualisiere regelmäßig — wenn sich ein Rezept ändert, aktualisiere die Allergene sofort in deinem Menü. Mit einer digitalen Karte dauert das nur wenige Sekunden.
- Achte auf Kreuzkontaminationen — wenn deine Küche Allergene verarbeitet, weise darauf hin, auch wenn ein Gericht diese nicht absichtlich enthält.
- Bewahre deine Rezeptdateien auf — bei einer Kontrolle musst du die Zusammensetzung jedes Gerichts belegen können.
Fazit
Die Allergenkennzeichnung ist eine gesetzliche Pflicht und ein Akt der Verantwortung gegenüber deinen Gästen. Ein digitales Modern-Resto-Menü vereinfacht diesen Prozess erheblich, indem es das Allergenmanagement direkt in das Menüerstellungs-Tool integriert. Deine allergiegeplagten Gäste speisen sorgenfrei, und du erfüllst vollständig die geltenden Vorschriften.